Швейцарская художница - о Беларуси


 

Suzann Baumann

Die Bekanntschaft mit Weißrußland

Сюзанна Бауман

Впечатления
о Беларуси

Перевод с немецкого Константина Грамотного



Seit meiner Kindheit gilt mein Interesse der Natur, seinen Lebewesen und den Zusammenhängen der Naturgesetze. Aber auch ferne Länder und Kulturen faszinierten mich. So stieß ich auf klassische und Volks-Musik, Literatur und Filme des Ostens. Die Bildenden Künste vor allem die russische Avantgarde des frühen XX-Jahrhunderts mit dem Künstler Kasimir Malewitsch und seiner Gruppe, Mark Chagall und das “Bauhaus” nahmen eine wichtige Stellung bei mir ein. Die Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Stilrichtungen, die damalige Umbruchstimmung und Kraft sowie geprägten Begriffe wie “Unovis” und “Witebsker Kunstschule” fesselten mich.
Noch heute bin ich von der entscheidenden Prägung der Weltkultur durch den “Suprematismus” und der russischen Avangarde sehr beeindruckt und davor überzeugt, daß diese Zeit die wichtigste kulturelle Bewegung des XX-Jahrhunderts hervorgebracht hat.
In den frühen 80-er Jahren begann ich nach vielen Reisen in aller Welt, an einem Werkzuklus zu arbeiten, welcher der Welt und unserer Erde gewidmet ist, und ich “kleine Weltausstellung”, (Skizze) nenne. Es ist ein “work in progress” in welchem ich kontinuierlich versuche, die Zusammenhänge und Geheimnisse des Universums, der Natur und seinen Lebenwesen, künstlerisch umzusetzen und zu erforschen. Mir scheint, daß wir Menschen uns zu lange vom “Logos” haben leiten lassen, was uns immer mehr von den verborgenen Geheimnissen und dem Leben entfernt, uns isoliert und die Welt in eine gefährliche Lage gebracht hat. Darum möchte ich in meinem Leben und meiner Arbeit, die vernachläßigte “Ur — Energie”: “Empfindung”, welche vom Logos so lange verdrängt wurde, als eine hoffnungsvolle Kraft neben den Geist setzen wo wir Menschen nur ein Kleiner Teil eines großen Ganzen sind.
Auf meinen Entdeckungsreisen, bin ich auf Orte gestoßen, an welchen das “empfinden”, als eine Energie, stärker vorhanden ist als an anderen.
So ist es wohl nicht verwunderlich und auch kein Zufall, daß mich das Schicksal auf diesem Weg, nach Weißrußland gebracht hat.
Dieses LAND IM Zentrum von Europa, zwischen Ost und West sozusagen wie ein Herz liegend, immer wieder von schweren Schicksalsschlägen heimgesucht, welches seit jeher von Außen begehrt wurde, wie man ein Herz begehrt und darum um seine Eigenstandigkeit und Identitat kämpft. Dieses Weißrußland strahlt eine unerklärliche Kraft auf mich aus und es erstaunt mich nicht, daß im Mittelalter, mitten in diesem Land, wo auch der geographische Mittelpunkt Europas liegt, ein Schloß gebaut wurde, welches den verheißungsvollen Namen “MIR” trägt.
Schon damals müßen die Menschen die Kraft dieser Natur erkannt haben. Das Zusammentreffen von Ost — und West, hat die Geschichte von Belarus bereichert und ist wohl mit ein Grund für die eigenwillige und große Verbundenheit zur eigenen Kultur und Tradition. Ich bin einem eigenständigen, stolzen Volk begegnet, welches trotz kontinuierlichen, schwierigen Umständen, die Kraft hat, sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Mit Erstaunen und Bewunderung, stelle ich immer wieder fest, daß Tradition, nationales Bewußtsein und der Wille zur eigenen Identität durch die eigene Kultur und Menschlichkeit die Menschen hier prägen. Der Begriff “Empfindsamkeit” oder Empfindung” (Gefühl?) nimmt einen großen Platz ein, es herrscht auch ein Interesse für das “Neue” und “Unbekannte”. In Belarus habe ich interessante Menschen und Künstler aus den verschiedensten Bereichen der Kultur kennen gelernt von welchen viele meine Freunde geworden sind. Schone junge wie alte Menschen habe ich gesehen, welche mit Stolz ihr oft von Schicksal geprüftes und schweres Leben meistern und ein Beispiel und Hoffnung für die Zukunft sind.
Verzeihen Sie mir bitte, daß ich mir als eine von Außen Kommende nicht anmaße ein vollständiges Bild von Belarus zeichen zu können.
Gerne nehme ich jedoch die Aufforderung an, in der Literatur- Zeitschrift “Idiot” zu versuchen meine über die Jahre gewonnen Eindrücke und Erlebnise an Sie weiter zu geben und mit Ihnen in einen Dialog zu treten.
Mag sein, daß der Eine oder Andere findet, ich sei eine hoffnungslose Romantikerin, eine von einem Land des Überflusses Kommende, welche die Realität in diesem Land nicht erkennt. Gestatten Sie mir aber, daß ich darauf erwwidere, daß ich als Suchnde nach tieferen Werte, die Mystik und Kräfte, vielleicht erkennen kann, es aber noch mancher Besuche bedarf um dir Tiefe dieses Volkes erkunden zu können, welche sich einem aufmersamen Besucher schrittweise auftun.
Die erste Reise nach Weißrußland, führte mich nach Minsk in die Hauptstadt. Eine weite, großzügig angelegte Stadt mit kräftigen Bauten, weiten, weiten Straßen und mäßigem Verkehr. Es gibt viele Grünflächen und für mich sehr angenehm, wenig häßliche Reklame an den Häusern und Straßen. Es herrscht keine Hektik und die Menschen scheinen noch Zeit zu haben miteinander zu sprechen. Zuerst wirken die Leute etwas kühl und distanziert, aber sehr bald lernt man eine ungewöhnliche Gastfreundschaft kennen, welche übrigens im ganzen Land zu finden ist.
Es gibt ein prächtiges Opernhaus, in welchem ich eine außergewöhnliche Inszenierung ausgerechnet in Stückes: “der Besuch einer alten Dame” nach dem großen Schweizer Schriftsteller Friedrich Dürenmatt und hinreißende Ballettvorführungen des eigenen Ensembles erlebt habe. Nebst dem Nationalen Kunstmuseum gibt es auch einen einzigartigen permanenten Zirkus und viele andere Kulturstätten. Ich hatte die Gelegenheit Ateliers von verschiedenen Künstlern und Filmstudios zu besuchen, habe die Werkstätten der Bühnenbildner der Oper und Mitglieder der Theaterunion kennengelernt. Obwohl ich Ihre Sprache leider noch nicht beherrsche, ergaben sich rege und sehr interessante Gespräche.
Man legt hier sehr großen Wert auf Erziehung und Bildung, Kinder sind oft hoch begabt, so habe ich erstaunliche Ausstellungen gesehen und virtuose Konzerte von Jugendlichen Talenten gehört.
Von großer Bedeutung sind die offennen Märkte, welche auch an Sonntagen ein Ort der Begegring sind, wo rege gehandelt und kommuniziert wird. Hier werden die Sinne bedient, denn das Angebot kann betastet, gekostet, berochen oder gar getauscht werden. Es gibt nebst vielem Anderen, Früchte und Gemüse, welches nicht in luftdichter Verpackung eingesperrt, ageboten wird.
Alles sieht frisch und noch natürlich aus und schmeckt auch so. Minsk ist eine Grosstadt, sie wirkt gelassen aber auch gewillt sich dem Besucher zu öffnen.
Große Vorfreude, begleitet mit bangen Erwartingen erfasst mich vor jeder Reise in dieses Land, jedesmal bin ich von neuem von der Kraft und der Magie der wunderschönen weiten Landschaft und der noch so wilden Natur überwältigt.
Ich komme aus der Schweiz, einem kleinen aber schönen Land, das stark besiedelt ist, darum berühren mich wohl diese weit verstreuten Siedlungen mit den kleinen kunstvol verzierten und individuell farbig gestalteten Holzhäuser umgeben von Gemüsegärten sehr. Die Landschaft mit seiner Feldern, großen Wäldern, Seen und Wiesen wo noch wilde Lupinen blühen und die Tiere sich frei bewegen können, strahlt eine Ruhe und tiefe Harmonie im Einklang mit der Natur aus, welche anderswo, durch die von “Logos” geleitete ständige Technologisierung, verloren gegangen ist.
Witebsk hat mich sofort in seinen Bann genommen, diese Stadt welche zwischen den Flüßen Dwina und Witba auf kleinen Hügeln liegt.
Es weht hier der Geist jener Fürstin Olga, weiche im Jahre 974 diese Stadt für sich ausgewählt haben soll wo sie ihr geheimnisvolles Schloß aus Holz baute wie im Märchen entgegen. Ich glaube wenn man Witebsk kennen lernt bekommt man den Eingang zu Mark Chagall Kunst. Wie stark muß er mit seiner Geburtsstadt verbunden gewesen sein um die Stimmungen, das Leben, und die Natur so eindrücklich wie dergaben zu können.
Schon bei der Ankunft im Bahnhof spüre ich eine aussergewöhnliche Energie. Eine Kraft der Umgebung und Natur welche die Stadt umgibt so wie der Wille der Menschen zur eigenen Identität und Empfindsamkeit für die Kultur, welche an die Zeit anfangs des XX-Jahrhunderts erinnert als aus Witebsk “Weltkultur” kam. Trotzdem, daß fast alle Kulturegüter
dieser Stadt vernichtet worden sind, ahnt man, daß Witebsk es geschafft hat die Bedeutung ihrer Kultur zu erkennen und erneut darauf zu bauen.
Hier ist auch die Lehre von Kasimir Malewitsch noch present: “die Kunst verändert als produktive Kunstkraft das tägliche Leben, durchdringt als Gesamtkunstwerk alle Lebensbereiche”.
Hier habe ich Freunde und Künstler gefunden, welche ähnliche Anliegen wie ich selbst habe, den Glauben an ein unzertrennliches Ganzes und die Bedeutung einer “universellen Empfindsamkeit”.
Die in den Letzten Jahren aufgebauten Festivals und verschiedene Plain-Airs, stoßen international immer auf größeres Interesse.
Ich habe die Stadt nun in verschiedenen Jahreszeiten erlebt und bin zur Ueber — zeugunggekommen, daß Witebsk wieder zu einem Kultur — Zentrum und offenen Ort der Begegnung werden wird...
In einer Welt wo die Menschen immernoch Menschen und vermehrt die Natur, andere Lebenwesen und ihre Kultur zerstören, wird in Zukunft immer mehr der Wunsch aufkommen, authentische Orte wie Witebsk zu besuchen, wo noch die Liebe zur Naturen und Kultur platz hat. So mancher gehetzte junge Mensch aus aller Welt, der falschverstandenen Globalisierung müde, kann in Witebsk diesen Geist der Kultur und die Kraft der Menschlichkeit mit dem Willen zur Eigenständigkeit entdecken.
So wünsche ich mir und allen, daß in diesem begonnenen XXI Jahrhundert, Witebsk durch eigene Kraft wieder zu einem blühenden Vorbild und eine Brücke zwischen Ost und West werden kann, so die Werte Respekt für die Natur, Menschlichkeit, Empfindsamkeit und die Kraft der Kultur vonherrschen und dieses Jahrhundert mitprägen könnte.
Suzanne Baumann
Februar/März 2000

Я, Сюзанна Бауман, была в вашей стране и со мной приключилась 101 история. Сегодня я вам расскажу самую скучную.

Иду я как-то по центру вашего города и встречаю Валерия Петровича с Константином Сергеевичем. А их я знала по соревнованиям «Кто хуже всех выглядит» — там Валерий Петрович выиграл у немецких станков и у американского солидола, а Константин Сергеевич у него тренером был. Ну, и я сразу говорю Валерию Петровичу: «Вы очень плохо выглядите сегодня!» Петрович заулыбался и сказал: «В этом только 1% таланта и 99% труда».

И тут вдруг они захотели выпить немного. Что делать? Хорошо что у них кусты надувные были. Они кусты надули (а надувного собутыльника не стали надувать, потому что сегодня я вместо него), сели как люди, выпили и Константин Сергеевич говорит Петровичу: «Поучи меня жизни немного».
Петрович начал: «Вот первый урок: до 50-ти лет держи бутылку в ногах кровати. После 50-ти держи две бутылки — в ногах и в головах, потому что уже нелегко скакать по постели. А после 70-ти расставь бутылки в ногах, в головах и по бортам. Потому что неизвестно где тебя жажда настигнет.
— Хороший урок, сегодня же бутылку в ногах поставлю и буду ждать 70-ти лет. А поучи меня ещё немного.
— Слушай второй урок. Если тебе жалко квартиру пропивать, то поступай следующим образом. Сперва отмочи обои, скрути их и пропей. Потом вынь из стен проводку, розетки, выключатели и пропей их. Деньги закончатся — снимай двери, косяки, окна, ДСП с пола, плинтуса и батареи. Потом, если перегородки кирпичные, разбери их и пропей кирпичи. Затем снимай сантехнику, а вместо унитаза воронку вставь. А потом продай воронку тому, кто ещё только унитаз пропил. И под конец у тебя только стены останутся — и их уже не жалко — пропей не раздумывая.
— А куда мебель девать? - спросила я.
— Какую мебель? Когда Вы будете думать пропивать квартиру или нет - мебели уже не будет.
И только Петрович жизни поучил, как тут — бац — опять эти инопланетяне прилетели, как обычно — зелики со своей дурацкой миссией.
— Ну, что вам ещё надо? - спрашивает у них Брежнев при первом контакте.
— Будем вас испытывать, - отвечают они.
— Ай, ай, ай, бедный я Леонид Ильич, опять эти проклятые испытания, - забормотал Брежнев и налил стакан.
— Слушайте какие мы вам испытания придумали. — Заговорил главный зелик. — Мы выберем из вас, как обычно, самого среднего человека и он должен будет одну минуту держать палец на ядерной кнопке. Перед вами это испытание проходили 10 цивилизаций и теперь от них осталась мелкая космическая пыль.
Леонид Ильич пощупал партбилет.
И тут Касыгин спрашивает у Суслова: «А чего зелики опять лезут?»
Петрович же вроде, когда летал к ним, дал им вина, поиграл на цимбалах и они стали добрыми». Пельше стакан поставил и сказал: «А эти 10 отморозков в то время на орбите были и трезвыми остались, и теперь они терроризируют пол вселенной»
— А, ну теперь всё ясно, — ответил Касыгин и налил Суслову.
А зелики тем временем выбрали среднего человека и им, как и в прошлый раз, оказался Валерий Петрович.
Ну, что делать? КГБ-шники сквозь кусты пробрались и попросили нас поехать в ЦК КПСС. Приезжаем — а там не просто ЦК — там Политбюро настоящее! Ну, хорошо. «Где Брежнев сидит?» Нам показали. Леонид Ильич выходит, целует всех и обстоятельства дела говорит - надо планету спасти и не простым способом, а целую минуту терпеть, чтоб не взорвать человечество!
— Ну, что ты, как тренер, думаешь? — спросил Петрович Константина Сергеевича.
— Ты знаешь, что такое медитация? — задался вопросом тренер.
— Не-а.
— Это когда палец на кнопке держишь, а сам о попойке думаешь.
— А, ну это я смогу, я о ней всё время думаю, у меня 50 лет практики. Зовите зеликов, я им сейчас на цимбалах сыграю!
Пришли инопланетяне, открыли портативный пульт и говорят: «Ну держи палец на кнопке — мы засекаем время».
Петрович, как ни в чём не бывало — руку на кнопку и медитирует — думает о попойке.
И вдруг, ни с того ни с сего, на 30-й секунде начало вкрадываться желание нажать кнопку. Но тут Константин Сергеевич начеку — сразу Петровичу стакан с вином — раз в свободную руку и говорит: «Пей, пока человечество до конца не спасём!» Выпил Петрович и тут как раз время закончилось.
«Ладно, ладно, — сказали зелики, — мы вам ещё покажем». И улетели восвояси.
А Валерию Петровичу устроили торжественную аудиенцию и Леонид Ильич присвоил себе новую медаль «За спасение человечества от неминуемой гибели».
Ну и вот сидим мы на аудиенции, третий ящик начали и Леонид Ильич спрашивает у меня: «Многоуважаемая Сюзанна Бауман, а как в вашей стране люди от стресса избавляются?» А я как есть так и говорю: «Мы себе на голову доллары сыпем и нам от этого легче становится».
Леонид Ильич медалями зазвенел и говорит: «Если бы и Валерий Петрович себе на голову доллары сыпал — не сидеть бы Вам за этим столом сейчас. Вон — 10 цивилизаций от зеликов погибло! Вы думаете почему это? От того, что стресс не смогли снять, у них руки дрожали».
После этого мы немного выпили и по моей просьбе запели старую немецкую песню «Аншлюс».

Вот такая история была со мной в вашей стране.
Остальные истории пока что некому перевести с немецкого, потому что у обычных переводчиков получается неинтересно, а К. Грамотный сейчас занят на подготовке своего подопечного к новым соревнованиям, которые называются «Кто хуже всех выходит из запоя». На прикидочных стартах у Петровича не получилось выйти из запоя. Так что у него большие шансы на победу.

Пью за ваше здоровье, с уважением
Сюзанна Бауман

Февраль-март 2000





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